PM: Christliche Fundamentalistinnen und Fundamentalisten stellen ihren Angriff auf die Rechte der Frauen als human dar. Lobbyarbeit des „Marsch für das Leben“ im Bundestag unethisch.

Das Berliner Bündnis „What the Fuck“, welches Proteste gegen die christlich-fundamentalistische Demonstration gegen die Wahlfreiheit von Frauen über ihren Körper am 17.September und gegen den Papstbesuch am 22. September organisiert, bezeichnet die aktuelle Lobbyarbeit der Organisatorinnen und Organisatoren der „Marsches für das Leben“ als „unethisch, antihumanistisch und scheinheilig“.
Wie in den vorangegangenen Jahren versuchen die Organisationen, welche hinter dem christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ stehen, ihre Demonstration mit möglichst vielen Grußworten aus Politik und christlichen Religionsgemeinschaften aufzuwerten. Seit einigen Jahren marschieren zwischen 400 und 600 fundamentalistische Christinnen und Christen, zum Teil verstärkt durch Angehörigen der radikalen Rechten, in Berlin, um mit antifeministischer Argumentation Frauen das Recht abzusprechen, über eine Abtreibung selber entscheiden zu dürfen. Vielmehr fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Märsche, Abtreibungen vollständig zu verbieten. Dabei berufen sie sich auf eine extreme Auslegung der Bibel, benutzen aber auch nationalistische, rassistische und biologistisch Argumentationen und greifen auf explizit falsche Argumentationen zurück. So behaupten sie zum Beispiel die Existenz eines Post-Abortion-Syndroms, welches medizinisch nicht nachgewiesen ist.
Joanna Doe, Pressesprecherin des What the Fuck-Bündnisses skizziert: „Letztlich geht es dem ‚Marsch für das Leben‘ darum, die gesamte Gesellschaft ihrem fundamentalistischen Menschen- und Gesellschaftsbild zu unterwerfen. Nach diesem Bild hätten sich alle Menschen dem göttlichen Willen zu unterwerfen. Der systematische Angriff auf die Rechte von Frauen; der Versuch, Abtreibungen als Mord erscheinen zu lassen, sind eine der wichtigsten Politikfelder des christlichen Fundamentalismus.“ Doe betonte, dass sich ihr Bündnis, dass zu Protesten gegen den „Marsch für das Leben“ aufruft, auch gegen die Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch, wie sie in § 218 StGB niedergelegt sind, wendet. „Auch der § 218 entwürdigt Frauen und deren Recht auf Selbstbestimmung und gehört ersatzlos gestrichen. Abtreibung ist ein medizinischer Eingriff und jede Frau soll die Möglichkeit haben, sich ohne Strafandrohung für oder gegen einen solchen zu entscheiden.“
Zum aktuell laufenden Versuch der Organisatorinnen und Organisatoren, mittels massiver Werbung im Bundestag möglichst viele Grußworte für ihren Marsch einzuwerben, sagte Doe: „Diese Versuche gibt es schon seit Jahren. Dabei stellt sich der ‚Marsch für das Leben‘ als humane Veranstaltung dar, die gewaltlos eine wichtiges Thema vertreten würde. Martin Lohmann, der die diesjährige Mail unterzeichnet hat, stellt dabei nicht nur falsche Behauptungen auf, wie die, dass Embryonen ‚ungeborenes Leben‘ wären. Er verschweigt auch die strukturelle und moralische Gewalt, die von dem Spektrum, dass seinen Marsch organisiert, gegen Frauen oder einfach alle Andersdenken ausgeht. Die angebliche Humanität des Aufmarsches beschränkt sich darauf, dass sich Menschen einem Gott und dessen angeblichen Willen unterwerfen sollen. Außerdem versuchen die Organisatorinnen und Organisatoren seit Jahren aktiv zu verdrängen, dass sie mit ihrer nationalistischen Argumentation vom angeblichen Aussterben des deutschen Volkes genau das Gleiche sagen, wie Neonazis. Genauer: Fast bei jedem der ‚Märsche für das Leben‘ sind Rechtsradikale dabei und berichten anschließend begeistert darüber.“
Das Bündnis „What the Fuck“ ruft auf, am 17.09.2011 gegen den „Marsch für das Leben“ und den § 218 zu protestieren. Dazu Doe: „Egal, wie viele Grußworte der Aufmarsch des christlichen Fundamentalismus dieses Jahr einsammelt: Er bleibt ein antifeministischer Aufmarsch, der gestoppt werden muss. Nur sollte jede und jeder, der oder die ein Grußwort liefert auch wissen, wen er oder sie da grüßt. Einen Haufen von Fundamentalistinnen und Fundamentalisten, die gemeinsame Sache mit Neonazis machen. Da werden wir mit Kritik nicht sparen.“

Besuch bei OrganisatorInnen
des 1000 Kreuze-Marsches

„Einige autonome Feminist_innen“ besuchten am 06. September die angebliche Beratungsstunde von Kaleb, der Organisation, die in Berlin den 1000 Kreuze Marsch organisiert und schauten sich die ganze Sache mal an. Dazu schrieben sie hier:

Unangekündigten Besuch von einigen Pro-Choice Aktivist_innen bekam heute Nachmittag das Berliner Büro der „Beratungsstelle“ kaleb in der Fehrbelliner Straße 99. Der Verein der sich mit vollem Namen „kooperative arbeit leben ehrfürchtig bewahren“ nennt, ist eine Lobbyorganisation der christlich-fundamentalistischen „Lebensschutzbewegung“. Als Mitglied im Bundesverband Lebensrecht zählt der Verein zu den Mitorganisatoren des jährlichen „1000 Kreuze“-Marsches klerikaler, antifeministischer Abtreibungsgegener_innen in Berlin und ruft auch für den 17.09. wieder mit zum so genannten „Marsch fürs Leben“ auf.
Deshalb machte sich eine Gruppe von Feminist_innen heute auf dem Weg nach Prenzlauer Berg, um ihren Protest gegen das reaktionäre Weltbild der selbst ernannten Lebenschützer_innen direkt vor Ort zur artikulieren. Die Aktivist_innen hinterliessen Parolen für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihre Körper im Hausflur und brachten mittels Akustikartikeln leben in den Arbeitsalltag der christlichen Fundis. Einigen von ihnen wird der Gruß sicherlich noch einige Zeit in den Ohren gepfiffen haben.

Am 17.09. werden weitere Aktionen folgen: 1000 Kreuze in die Spree!!!

23.09.2011: Party gegen Papst und Kreuze und für Hedonismus

…und nach den Protesten: Tanzen.

://about blank, 23.59
Lineup: Anja Zaube (Brothes in Music), Grizzly (Voodoo Rhythm / Kaufland), Julia Go (Radio Dienstag), Miriam Schulte (Green Empire), Peter (Wordandsound), Skism (Lowdownsquad) Wunderwaffel (Kmutrr), BassDee (Gabom), Dirk Leyers -Live- (Gabom)

Antiklerikale Woche im Cafe Cralle (Wedding)

Die Genossinnen im Cafe Cralle veranstalten im Vorfeld des Papstbesuches (bzw. bis zum Besuch selber) eine antiklerikale Woche. Eingeladen sind alle.

Montag 12.09. Antiklerikaler Lesetresen!
Wer Lust hat, einen Vortrag über das Thema des Abends…..kann einfach am Montag vorbeikommen und sich bei uns anmelden. Jeder Vortrag dauert maximal 15 Minuten. Gelesen werden darf alles. Willkommen ist alles – egal ob Selbst- oder Fremdverfasstes.
Jeder, der vorgetragen hat, erhält ein Getränk gratis.

Donnerstag 15. September Fressen cum laude special!
Eine gastronomische Reise durch die regionale Italienische Küche.
Die Etappe diesmal ist der Vatikan! mit einem leckeren blasphemischen Menü!

Samstag 17. September Filmabend um 21 Uhr
Richtiger Chillout-Abend nach der Kundgebung Gegen christlichen Fundamentalismus!

Dienstag 20. September Vortrag: „Christlicher Fundamentalismus in der BRD“ um 20 Uhr
Was ist christlicher Fundamentalismus? Was will er?
Der christliche Fundamentalismus stellt eine politische Bewegung der Neuzeit dar, welche anstrebt, die Gesellschaft in einem autoritätsfixierten, übermoralischen und rechtskonservativen Sinne umzugestalten. Eine extrem naive Bibelauslegung und ein auf esoterischen Überzeugungen basierter christlicher Glaube sind Merkmale dieser Bewegung, allerdings darf nicht der Fehler begangen werden, dieses Merkmal zu überschätzen. Zu betonen ist die politische Seite dieser Bewegung: sie strebt an, einen direkten Einfluss auf die Gesellschaft und die einzelnen Menschen zu erlangen.

Donnerstag 22. September vegan/vegetarischer Brunch ab 11 Uhr
Ratze am Flughafen bespotten, mit der U6 bis Leopoldplatz und im Cralle frühstücken, dann nach Mitte, Ratze bepöbeln!

Mehr Informationen
Cafe Cralle: Hochstädterstraße 10 A (Berlin Wedding).
cafe-cralle.net
Programm bei Cafe Cralle direkt

20.08.2011. Proteste vor der Botschaft des Vatikans. Kritik an Papst und Kirche. Protestierende fordern, den Einfluss der katholischen Kirche zurückzudrängen.

Rund 50 Protestierende versammelten sich am Samstag, dem 20. August, vor der Apostolischen Nuntiatur (Botschaft des Vatikans) in Berlin. Sie stellten ihre Kundgebung in den Rahmen der Proteste gegen den Papstbesuch am 22.09. und eine Demonstration christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner am 17.09. Das Bündnis „What The Fuck“, welches die Kundgebung organisierte, sprach davon, mit dieser Kundgebung klar zu stellen, dass nicht der Papst alleine, sondern die katholische Kirche als Institution kritisiert wird. Benedikt XVI. würde in der katholischen Kirche rechts-konservative Tendenzen und Gruppen fördern, einen antifeministischen Diskurs führen und den Allmachtsanspruch der Kirche stark machen, allerdings seien es die Strukturen der Kirche selber, welche das Denken des Papstes wirksam werden liessen.
In einem Redebeitrag hieß es: „Die Nuntiatur will nicht einfach nur eine Botschaft sein. Vielmehr nimmt sie in Anspruch, eine moralische Instanz zu sein, die aus ihrem Glauben heraus das Recht hätte, Vorschriften zu erlassen, das Handeln der Öffentlichkeit zu bewerten und so weiter. Der einfache Grundgedanke jeder säkularen Gesellschaft, dass Glauben und Öffentlichkeit zwei getrennte Dinge sind, wird von der Nuntiatur immer wieder negiert.“
Die Protestierenden forderten, dass von der katholische Kirche ihren angeblichen Anspruch, über die einzelnen Gläubigen hinaus eine moralische Institution darzustellen, zurückzunehmen. Keine religiöse Institution hätte das Recht, über das Leben von Nicht-Mitgliedern zu urteilen oder gar einer Gesellschaft Vorschriften zu machen. Religion sei Privatsache.
Abgeschlossen wurde die Kundgebung von einem weiteren Auftritt der Gegenpäpstin Rosa I., welche Benedikt XVI. vorwarf, ein falscher Papst zu sein, der einer Institution alter Männer vorstände und ein falsches Menschenbild verträte. Sie forderte die Anwesenden auf, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und gegen religiösen Zwang vorzugehen.

Radio Z (Nürnberg): Der Papst auf Rundreise: ein wilkommener Gast?

Der Besuch des Papstes in Spanien ist wegen der massiven Gegenproteste aktuell in den Schlagzeilen. Doch auch Deutschland steht ein Besuch des Oberhauptes der katholischen Kirche ins Haus. Ob die Stippvisite des Papstes hier unbeantwortet bleibt, erfahrt ihr heute im Stoffwechsel.
Der Papst ist aktuell in Spanien zu Gast und stattet dort dem katholischen Weltjugendtag einen Besuch ab. Doch Benedikt scheint nicht für alle Spanier ein willkommener Gast zu sein: bereits am Vorabend seiner Ankunft gab es massive Proteste gegen die hohen Kosten des Besuchs und Auseinandersetzungen zwischen jungen Christen, Papst-Gegnern und der Polizei. Auch Deutschland steht im September eine Stippvisite des katholischen Kirchenchefs ins Haus, und auch hier formiert sich Protest und Widerstand. In Freiburg wie in Berlin bereiten sich sowohl linksradikale als auch bürgerliche Bündnisse auf den Besuch vor. Nach seiner Ankunft in Spanien lies der Papst mit Blick auf die Proteste des Vorabends folgendes verlauten:

„Die Jugendlichen sehen Oberflächlichkeit, Konsumismus und Hedonismus, sie nehmen eine große Banalität im Umgang mit der Sexualität wahr, den großen Mangel an Solidarität und viel Korruption. Sie wissen, dass es ohne Gott schwierig ist, diesen Herausforderungen zu begegnen und wirklich glücklich zu sein, obgleich sie sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, ein authentisches Leben zu führen“

Marius Meier bat einen Sprecher des Bündnisses „What the fuck“, welches Aktionen gegen den Besuch am 22. und 23. September in Berlin organisiert, um einen Kommentar zu dieser Aussage des Papstes.

Link zum Beitrag mit mp3-Datei

Päpstin Rosa I. besucht Berliner Slutwalk. Protest gegen Papstbesuch und christlichen Fundamentalismus auch Protest gegen sexuallisierte Gewalt. Amy Winehouse selig gesprochen.

Berlin, 13.08.2011. Rosa I., Gegenpäpstin des Bündnis gegen christlichen Fundamentalismus und Papstbesuch „What the Fuck“, besuchte am 13.08.2011 den Berliner Slutwalk. Sie segnete die Anwesenden und rief sie auf, sich, gemäß dem Inhalt des Slutwalk, gegen die Verharmlosung und Rechtfertigung von sexualisierten Übergriffen zur Wehr zu setzen: „Alle Menschen sollen schön und sexy herumlaufen dürfen, ohne irgendwelche Unannehmlichkeiten befürchten zu müssen. Auch ich, eure Päpstin Rosa die Erste, ziehe mich gern freizügig an, und wehe, ein Unberufener würde sich mir nähern und mich anpöbeln oder angreifen“, erläuterte sie den Anwesenden.
Johanna Doe, Pressesprechin des Bündnisses, betonte, dass der Besuch der Päpstin kein Zufall darstellte. Vielmehr unterstütze das Bündnis und die Päpstin explizit die Inhalte des Slutwalks. Die heutige katholische Kirche sei Teil der Strukturen, welche beim Slutwalk kritisiert würden, wenn auch nicht die einzige. „Die katholische Kirche und der jetzige Papst tragen einen großen Anteil daran, dass auch in der heutigen Gesellschaft das Selbstbestimmungsrecht der Frauen auf ihre Sexualität nicht umgesetzt ist. Dies gilt nicht nur für die Kämpfe der Kirche gegen Feminismus, Gleichberechtigung aller Menschen, egal welches Geschlechtes und welcher Sexualität und die Möglichkeit von Schwangerschaftsabbrüchen. Gerade in Deutschland hat die Kirche bei ihrem beleidigenden Umgang mit den Opfern von sexueller und anderer Gewalt im Kindesalter in katholischen Heimen dazu beigetragen, dass sich Diskurse der Rechtfertigung dieser Gewalt weiter reproduzieren.“ Der Protest gegen den Papstbesuch im September und gegen den Aufmarsch christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegnerinnen und -gegner am 17.09.2011, den das Bündnis organisiert, sei auch ein Protest gegen die Sexualmoral des Vatikans und des katholischen Milieus.
Dem Anlass angemessen verkündete Rosa I. unter dem Jubel und der Zustimmung der anwesenden Protestierenden die erste Seligsprechung ihrer Amtszeit. Die vor kurzem verstorbene Sängerin Amy Winehouse wurde von Rosa I. nicht nur selig gesprochen, sondern den Heiligen und Seligen der katholischen Kirche entgegengestellt. Während in der katholischen Kirche vor allem Personen für oft kritikwürdiges oder nicht nachweisbares Verhalten erhoben würde, hätte Amy Winehouse trotz der Tragik ihres Lebens ein selbstbestimmtes, lustvolles Leben geführt und würde weit mehr zum Vorbild für eine befreite Gesellschaft taugen, als alle Heiligen. Rosa I. wandte sich an die Seliggesprochene: „Amy, wo immer du jetzt auch sein magst: Du warst eine große Künstlerin, und du hast vielen Menschen Freude bereitet. Du musstest viel durchmachen und bist jung gestorben, aber du hattest sicher auch eine Menge Spaß. Die Spießer mögen dich hassen, aber du ruhst in Frieden. Lob und Preis sei Amy Winehouse, der Seligen!“

13.8. SLUTWALK
MOBI-VIDEO ONLINE

Außerdem der Slutwalk Berlin braucht dich…

„Liebe Teilnehmer_innen des SlutWalk Berlin,

der Countdown bis zum Samstag, den 13. August hat begonnen und die Vorbereitungen laufen natürlich auf Hochtouren. Doch wir brauchen weiterhin auch eure tatkräftige Unterstützung, damit der SlutWalk für alle sicher und reibungslos ablaufen kann.

Deswegen lautet unsere Frage an euch: Habt ihr Lust, uns bei der Umsetzung der Demo zu helfen?

Heißt eure Antwort darauf “JA!” könnt ihr nämlich Folgendes tun:

♥ Wir brauchen Ordner_innen!

Diese kümmern sich um das Freihalten von Gehwegen, U-Bahn-Eingängen und schreiten ein, falls es zu aggressivem Verhalten kommt.

♥ Wir brauchen Hilfe mit dem Lautsprecherwagen!

Dieser überträgt Musik und Redebeiträge und muss ständig von mehreren Personen umgeben sein, damit niemand sich daran verletzt.

Außerdem brauchen wir Personen, die den Wagen anschieben.

♥ Wir brauchen Hilfe im Awareness-Team!

Dies sind Personen, die speziell darauf achten, ob sexistische, homo-queer-trans*phobe oder rassistische Übergriffe passieren und dann deeskalierend eingreifen (zur Deeskalationen erhaltet ihr von uns noch Tipps).

♥ Bitte meldet euch schnell und zahlreich bei uns, damit wir den SlutWalk für euch alle sicher und angenehm gestalten können!

Schreibt einfach eine E-Mail an slutwalkberlin@gmail.com und sagt uns, welchen der angegebenen Posten ihr übernehmen möchtet. Wir melden uns dann so schnell wie möglich bei euch und geben euch weitere Informationen zu eurer Aufgabe.

♥ Last but not least: Wir brauchen eure Unterstützung beim Plakatieren und Verteilen der Flyer vor dem Walk!

An den folgenden Orten haben wir Plakate und Flyer für euch deponiert und ihr könnt sie dort einfach abholen ohne euch vorher bei uns zu melden:

☞ Wedding: Café Cralle, Hochstädter Straße 10, 13347 Berlin

☞ Neukölln: Silverfuture, Weserstraße 206, 12047 Berlin

☞ Prenzlauer Berg: Café Morgenrot, Kastanienallee 85, 10435 Berlin

DANKE! Euer SlutWalk Berlin Team ♥“

SLUTWALK

GEGENPÄPSTIN ROSA I. GEGEN
KIRCHE UND HERRSCHAFT

Trotz strömenden Regens protestierten rund 70 Menschen am Samstag, dem 30.07.2011, vor dem Haus der Deutschen Bischofskonferenz (Berlin Mitte, Hannoversche Str. 5). Das Bündnis, hauptsächlich aus antifaschistischen und feministischen Gruppen, verstand diese Kundgebung als Beginn einer Kampagne gegen den Versuch der Katholischen Kirche, in Deutschland wieder an Einfluss zu gewinnen. Der Besuch des Papstes Benedikt XVI. am 22.09.2011 soll zum Anlass werden, die fundamentale Kritik an der Kirche und dem Papst zu bündeln und sichtbar zu machen.

Bilder von der Kundgebung 30.7.2011 Bilder von der Kundgebung 30.7.2011 Bilder von der Kundgebung 30.7.2011
Bilder von der Kundgebung 30.7.2011

Bericht von der ersten Kundgebung gegen den Papstbesuch in Berlin vom Bündnis „What the Fuck!“
Trotz strömenden Regens protestierten rund 70 Menschen am Samstag, dem 30.07.2011, vor dem Haus der Deutschen Bischofskonferenz (Berlin Mitte, Hannoversche Str. 5). Das Bündnis, hauptsächlich aus antifaschistischen und feministischen Gruppen, verstand diese Kundgebung als Beginn einer Kampagne gegen den Versuch der Katholischen Kirche, in Deutschland wieder an Einfluss zu gewinnen. Der Besuch des Papstes Benedikt XVI. am 22.09.2011 soll zum Anlass werden, die fundamentale Kritik an der Kirche und dem Papst zu bündeln und sichtbar zu machen.
In mehreren Redebeiträgen kritisierte das Bündnis konkret die Homophobie und den Sexismus von Kirche und kirchlichen Angestellten, den entwürdigenden Umgang mit Opfern von Kindesmissbrauch in der Kirche, und die Einengung der freien Entfaltung von Menschen. Zudem wurde kritisch auf die strukturelle Nähe der Kirche zu antisemitischen Personen und Organisationen eingegangen. Die Deutsche Bischofskonferenz sei als höchstes Organ der katholischen Kirche in Deutschland für diese und andere Probleme verantwortlich zu machen.Höhepunkt der Kundgebung war der Auftritt einer Gegenpäpstin namens Rosa I., welche in einer Ansprache der Kirche und der Bischofskonferenz jede Legitimation absprach, auf die Verwicklung der Kirche in zahlreiche Unterdrückungsverhältnisse einging und abschließend aufrief, dem Symbol der Päpstin – dem Lustkreuz – zu folgen.
Die Rede von Päpstin Rosa I. war äußerst bewegend und gipfelte im Aufruf zu einem Heiligen Krieg gegen die Kirche. Das Gefolge Rosas I. bestand aus einer Kardinälin, einer Nonne und einem Mönch. Während die Päpstin segnend auf die Tribüne zuschritt, wurden Bonbons und Konfetti in der erwartungsvollen Menge verstreut. Als Abschluss wurde das heilige Abendmahl in beiderlei Gestalt – Pfeffi und rosa Plätzchen – gespendet, und zahlreiche Anhänger_innen des Lustkreuzes küssten ehrfurchtsvoll den päpstlichen Ring.
Vertreterinnen des Bündnisses äußerten im unmittelbaren Nachgang der Veranstaltung, wie froh sie über den unerwarteten Beistand einer derart hochgestellten Persönlichkeit seien.Bis zum Besuch des Papstes sind weitere Kundgebungen des Bündnisses und Auftritte der Gegenpäpstin angekündigt. Ebenso will das Bündnis am Tag des Besuches selber in der Stadt mit Protestaktionen seine Position sichtbar machen.

Zum Abschluss hier ein Auszug aus der Rede der Gegenpäpstin Rosa I.:

„Liebe Frauen, Männer, Kinder und nicht-definierte Menschen,

ich bin Rosa I., eure wahre Päpstin und die Trägerin des Lustkreuzes. […]Höret, denn ich sage euch: Gott ist die HERRIN, eine sehr alte, weise und mächtige Frau und die Mutter der ersten Menschen.
Die größte Freude der HERRIN ist es, wenn ihre Kinder und Kindeskinder frei und gleich und voller Freude zusammenleben. Deswegen hasst die HERRIN alle Formen von Herrschaft und Ausgrenzung, insbesondere Sexismus, Homophobie, Rassismus, Kapitalismus, Nationalismus, den Staat, die Religion und die Kirche. […]
Insbesondere hat die HERRIN mich, Rosa I., zu ihrer Stellvertreterin auf Erden bestimmt. Und so bin ich nun die erste Päpstin der Gemeinde vom Lustkreuz, eure Päpstin, meine geliebten Menschenkinder! Unsere Gemeinde vom Lustkreuz ist ein Zusammenschluss freier und gleicher Menschen und soll die Aufhebung aller Herrschaftsverhältnisse und Ausgrenzungsformen bewirken. Unser Hauptquartier ist Berlin.
Nun höret die wichtigste Lehre der wahren Päpstin, meine Lehre, das heilige Dogma der Gemeinde vom Lustkreuz:
Die Religionen haben den Menschen jahrhundertelang eingetrichtert, dass sie nach dem Tode glücklich sein werden, wenn sie den bösen alten Männern des Glaubens auch immer schön gehorchen. Das ist die größte Lüge der Welt.
Ich aber sage euch, wie es in Wahrheit sich verhält und wie mich die HERRIN gelehrt hat: Wir Menschen waren vor unserem Leben tot. Auf dieser Erde sind wir vom Tod erwacht. Diese Erde ist das Himmelreich, ein anderes gibt es nicht. Und wenn die Erde heute nicht wie ein Paradies, sondern oft wie eine Hölle aussieht, so ist das die Schuld der Herrschaftsverhältnisse.
Und damit ist es zu einem nicht geringen Teil auch die Schuld der Kirche und die Schuld von Joseph Ratzinger, diesem falschen heiligen Vater, der sich als römischer Papst „Benedikt XVI.“ nennt und am 22. September 2011 nach Berlin kommen wird. Seit mehr als 1.500 Jahren hat diese verfluchte Kirche noch jede Obrigkeit, und sei sie noch so grausam, unterstützt. […]
Und so erkläre ich denn am heutigen Tage der katholischen Kirche und jeder Herrschaft einen Heiligen Krieg, oder in lateinischen Worten, damit die Bischöfe der römischen Kirche uns hören mögen:
Sacrum Bellum contra Ecclesiam!
Unsere Waffen in diesem Krieg seien das freie Wort und die liebe Sünde. Gehet hinaus, meine lieben Kinder, verkündet der Welt, warum die Kirche schlecht ist, bringt den Menschen das Wort der HERRIN, das Heil und die Freiheit von jeder Herrschaft. Sündiget nach Kräften, auf dass die Sünde euch erfreuen und stärken möge, sündiget vor den Augen der Kirchenmänner, labet euch an der Lust des Fleisches. Küsst und berührt das Lustkreuz! Liebe Kinder, unser Heiliger Krieg gegen Kirche und Herrschaft wird lang dauern und schwer sein. Aber wenn wir solidarisch zusammenstehen und dabei auch unsern Spaß haben, wird schon nichts schief gehen, so verspricht die HERRIN. […]
Unser Krieg wird auch im Internet geführt. Besucht mich bei Facebook, werdet meine Freunde und Freundinnen. Ihr lieben Kinderlein, kommet. […]“

weitere Fotos:
http://www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/sets/72157627191279257/

Facebook-Account der Gegenpäpstin: http://facebook.com/RosaDieErste

BILDER VOM TCSD

Unter dem Motto „Queer ist nicht zähmbar, nicht zählbar“ fand am 25.06.2011 der alternative transgeniale Christopher Street Day in Berlin-Kreuzberg statt. Über 1.000 Menschen zogen dabei durch den Kreuzberger Kiez. Begleitet wurde der Umzug von mehreren buntgeschmückten Lautsprecherwagen und unserem schicken Transpi.
Mehr Bilder gibts bei PM Cheung.

Bilder vom TCSD Bilder vom TCSD Bilder vom TCSD