Archiv für Juni 2011

»1000 KREUZE« INFOVERANSTALTUNG GESTÖRT !

Gestern am 22.6.11 versuchte der „Bundesverband Lebensrecht“ (BVL) ein Infoveranstaltung zu ihrem alljährlichen „1000 Kreuze Marsch“ oder „Marsch für das leben“ durch zu führen. Dies scheiterte an den äußerst diskussionsfreudigen interessierten…
Der sogenannte „Marsch für das Leben“, den meisten besser bekannt als „1000-Kreuze Marsch“, hat in den vergangenen Jahren schon einiges an Gegenprotest auf den Plan gerufen (http://freundeskreis-videoclips.de/1000-kreuze-in-die-spree/). Das regressive und bevormundende Vorgehen des veranstaltenden Bundesverband Lebensrecht (BVL) gegen Frauen und deren Anspruch auf Selbstbestimmung über ihre Körper war Anlass für vielseitige Gegenwehr. Der BVL, bestehend aus christlichen Sekten und Splittergruppen sowie auch CDU-nahen Organisationen, tut sich besonders hervor, wenn es darum geht, mittelalterliche Praxen in die Neuzeit übertragen zu wollen.

Unter dem Motto „Auf dem Weg zu einem Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!“ wollte Mechthild Löhr (Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben/CDL) am Mittwoch abend im Gemeindehaus der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Prenzlauer Berg Einblick in die Arbeit des BVL, am Beispiel dieses Marsches geben. Ganze vier Interessierte kamen zu dieser obskuren Veranstaltung, um Mechthild beim Schwadronieren über den „Holocaust im Bauch deutscher Mütter“ zu lauschen. Zum Glück hatten sich einige Aktivist_innen dazu entschlossen, dieses Treiben kritisch zu begleiten. So kam es, dass sich in der ersten Stunde der Veranstaltung eher eine recht einseitig geführte „Diskussion“ durch die (zahlenmäßig überlegenen) Gegner_innen ergab.

Nachdem es, wie erwartet keine zufriedenstellenden Antworten auf unsere Fragen gab und uns stattdessen kleine Plastikföten unter die Nase gehalten wurde, verschwanden wir wieder aus dem Gemeindezentrum der Herz-Jesu-Kirche. Der nervige missionarische Eifer der Veranstalter_innen trug dazu sein übriges bei. Eine Infoveranstaltung im klassischen Sinne dürfte danach nicht mehr möglich gewesen sein. Dass eine Ausweitung der Aktivitäten gegen den diesmal am 17. September geplanten „1000-Kreuze-Marsch“ stattfindet und den Fundis bereits zu diesem frühen Zeitpunkt kräftig auf die Pelle gerückt wird, ist durchaus als Erfolg zu betrachten. Auch dem Papst werden wir anläßlich seines Besuchs in Berlin am 22. und 23. September einiges entgegensetzen!

Kein Gott, Kein Staat, Kein Patriarchat!

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